Salzburger Summit Tour am Nuaracher Höhenweg zum Gr. Hinterhorn und (2491m) und Gr. Ochsenhorn (2513m)
Die West-Ost-Durchquerung der Loferer Steinberge von St. Ulrich am Pillersee nach Maria Kirchenthal und hinunter nach Sankt Martin als Öffi-Tour versprach eine spannende Unternehmung zu werden und das Wetter sollte auch mitspielen. Die Gruppe war – wohl nicht zuletzt aufgrund der Länge der Tour (22km, 2850hm in 2 Tagen) – klein. Dennoch aller guten Dinge sind drei und so starteten wir nach der Öffi-Anreise von Salzburg kommend mit dem Zug und Bus in St. Ulrich – Gemeindeamt um 10:45 Uhr. Die Abzweigung auf den Wanderweg Richtung Seehorn und Nuaracher Höhenweg war gleich in erkennbarer Sichtweite und damit auch die Marschrichtung eindeutig gegeben. Die ersten Wegweiser haben unsere Tourenplanung etwas in Frage gestellt, denn da war zu lesen: Schmidt-Zabierow-Hütte 10 Stunden und lt. Tourenplanung der NF-App haben wir mit – netto – ca. 7 Stunden gerechnet. Aber das Wetter war stabil und wir waren motiviert und so versuchten wir nicht lange zu trödeln, sondern die Zeit gut zu nutzen. Die Wegführung des Zustiegs war gut angelegt, trotz des steilen Geländes und nach knapp zwei Stunden waren wir am Bankerl unter dem Heimkehrerkreuz (2030) – auch der erste Gipfel des heutigen Tages – angelangt.
Mit den ohnehin wenigen Wanderern war ab dem Seehorn / Ulrichshorn (2155) dann ganz Schluss und bis zum Ende des Tages bei der Hütte begegneten wir nur mehr ein paar Gämsen. Der weitere Weg verlangte Aufmerksamkeit, links und rechts ging es schroff und weit bergab und ab der Abzweigung vom Schafeggl in die Südostflanke des Rothörndls (auch Kleines Rothorn) ging es auf Kalkbändern in die Scharte zwischen den beiden Rothörnern. Der weitere Weg zum Mitterhorn wirkte noch weit, dennoch ließen wir uns den mit kurzem Stahlseil versicherten Abstecher auf das Rothörndl (2395) nicht nehmen. Bis zum Mitterhorn war dann noch eine Scharte zu durchsteigen und begleitet von einer aufkommenden Abendstimmung erreichten wir um 17:00 Uhr dann endlich den Triple-Summit Mitterhorn (auch Hinterhorn, 2506). Das Mitterhorn ist der jeweils höchste Punkt in den Gemeinden Sankt UIrich am Pillersee, Waidring und Lofer. Nach knapp 7 ½ Stunden inkl. Pausen erreichten wir gegen 18:00 Uhr die Schmidt-Zabierow-Hütte, das Essen war lecker und die Nacht für das große Lager erstaunlich ruhig.
Am nächsten Morgen um 07:45 Uhr ging es bei strahlendem Sonnenschein aber doch frischen Temperaturen durch die Große und dann Kleine Wehrgrube Richtung Großes Ochsenhorn (2511), dem Summit von Sankt Martin bei Lofer und den höchsten Gipfel in den Loferer Steinbergen. Der Aufstieg ab der Abzweigung verlangt im oberen Teil gute Trittsicherheit und fallweise die Zuhilfenahme der Hände. Auch dieser Gipfel war uns für unsere Dreisamkeit mit einer herrlichen Fernsicht in alle Richtungen gegönnt. Der Abstieg nach Maria Kirchenthal ist wunderschön, die Karstformen immer wieder faszinierend und der untere Teil im Wald etwas rutschig und steil. Ab Maria Kirchenthal ging es den Kreuzweg nach Sankt Martin und zur Bushaltestelle an der B311 für die Heimfahrt mit dem 260er um 14:49 Uhr über Zell am See nach Salzburg.
Quelle: Tirol Summits – Kitzbühel, Kufstein, Schwaz; Gabriel Seitlinger, Verlag Anton Pustet
Salzburg Summits, Gabriel Seitlinger, Verlag Anton Pustet